Ein Kind zu verlieren ist ein einschneidendes Ereignis für die Eltern und für die Familie. Dabei spielt es keine Rolle in welcher Schwangerschafts- oder Lebenswoche das Kind verstarb. Den Verlust als Realität zu akzeptieren und das Leben wieder neu zu orientieren, kann sich als eine schwierige Aufgabe stellen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es in der eigenen Familie sowie im Freundes- und Bekanntenkreis oftmals an Verständnis für die von uns empfundene Trauer fehlt.
Wir wollen Erfahrungsaustausch unter Betroffenen ermöglichen, Gedanken und Trauer aussprechen und Gefühlen Raum lassen, um gemeinsam neue Wege zu suchen glücklich zu werden ohne dabei das verlorene Kind zu vergessen.
Gruppenbegleiterin Helga Beisel:
Theresa, mein drittes Kind, starb 1993 als Zwilling vier Tage vor der Geburt. Kurz danach wurde ich Mitglied bei der Initiative REGENBOGEN. 1997 gründete ich die Selbsthilfegruppe Leere Wiege in Speyer, zeitgleich begann meine Begleitung einer Gruppe in Landau. Seitdem engagiere ich mich ehrenamtlich in der Initiative REGENBOGEN und setzte mich ein, für eine sensible Betreuung betroffener Familien, deren Rechte und einen würdevollen Umgang mit den verstorbenen Babys.
1998 begann durch die Initiative REGENBOGEN eine bundesweite Klinikaktion mit dem Ziel, besondere Ruhestätte für totgeborene Kinder unter 500 Gramm zu initiieren oder einzurichten, da für diese Kleinen keine Bestattungspflicht besteht. Vorausgegangen waren Schlagzeilen in der Presse und eine Reportage im Fernsehen über eine Klinikmüllentsorgung.
2002 konnte ich mit Unterstützung des Krematoriums in Landau und in Zusammenarbeit mit vierzehn Kliniken, fünf Pathologien, Verwaltungen und dem Ministerium für Gesundheit in Mainz eine der ersten Ruhestätten mit Gedenkstein in Landau aus Spenden einrichten. So entstanden durch meine Initiative, Organisation oder Mitarbeit insgesamt sechs regionale Ruhestätten.
Anerkennungen:
2001 – Ehrensache-Nadel vom Medienverband
2005 – Ehrenmitglied der Initiative REGENBOGEN
2007 – Urkunde vom Verband der Ersatzkassen für herausragendes bürgerliches Engagement
Die eigenverantwortliche Begleitung der Selbsthilfegruppe in Speyer übernahm im Jahre 2002 Frau Maria Theresia Groß, Tel. 07254 37 27, eMail:
bjr.gross@kabelbw.de
Die Selbsthilfegruppe in Landau begleite ich weiterhin und freue mich auf die Begegnung mit Ihnen.